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Wiedervereinigung

Von Treffurt / Burg Normannstein zur Guten Hoffnung / Heyerode
Anne-Marie Schmidt, Schnellmannshausen

»Wiedervereinigung«

Ort: Zwischen Treffurt / Burg Normannstein und Landstr. Schierschwende

  Die junge Meisterin im Holzbildhauerhandwerk ist ganz in der 
  Nähe von Treffurt ansässig. Es war naheliegend, dass sie
  auch ein Werk zum Kunstwanderweg beitrug.
  Wiedervereinigung bedeutet für sie eine Rückschau - das
  Zerschneiden des Stacheldrahts, der hier Symbol ist und
  gleichzeitig Realität der undurchdringlichen Grenze war. Die
  beiden Stelen repräsentieren West- und Ostdeutschland.
  Etwas irritierend ist, dass die Metallschere aus dem Westen
  angesetzt wird, obwohl doch die Grenzöffnung von mutigen
  Montagsdemonstranten in den ostdeutschen Städten
  bewirkt wurde, die in Leipzig die wichtigste,
  urdemokratische, Parole der oppositionellen Bewegung „Wir
  sind das Volk“ gegenüber einer Straßensperre schwer
  bewaffneter und mit Hundestaffeln aufmarschierten
  Sondertruppen der Volkspolizei prägten. Der Hinweis auf
  keine Haftung für eventuelle Verletzungen durch den
  Stacheldraht erinnert auch an die zynischen Warnschilder an
  der ehemaligen Grenze.

  Die Künstlerin beschreibt ihr Kunstwerk selbst wie folgt:
  „Ostblock und Westblock mit bekannten und weniger
  bekannten Städten und Orten. Die Stelen sind verbunden
  und auch getrennt durch Stacheldraht, der die Mauer und
  die umfangreichen Grenzzaunanlagen darstellen soll.
  Symbolisch für einen der bewegendsten Momente in der
  Geschichte beider deutscher Staaten steht der
  Bolzenschneider, der gerade beginnt den Zaun zu zertrennen:

Durch den Mut, Zusammenhalt, die Disziplin und die Unerschrockenheit vieler Bürger der DDR wurde die Öffnung der Grenze im November 1989 zur Wirklichkeit. – Was tausende Demonstrierende immer wieder montags nicht zu hoffen wagten, war plötzlich Realität. Die Vierkantstelen symbolisieren die beiden Teile Deutschlands noch während der Trennung: Der Weg zur Wiedervereinigung war damit geebnet.

Diesen mutigen Menschen sei meine Arbeit gewidmet.“