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Maistrommeln für Tiere und Menschen X

Von Treffurt / Burg Normannstein zur Guten Hoffnung / Heyerode
Karin Lina Adam, Spangenberg

»Maistrommeln für Tiere und Menschen X«

Ort: Zwischen Treffurt / Burg Normannstein und Landstr. Schierschwende

Geöffnet können die Maistrommeln im Winter eigentlich zur Fütterung der Tiere in Wald und Flur genutzt werden. Die meiste Zeit des Jahres sind die Trommeln naturkommunikativ einsetzbar, d.h. bespielbar.
Die Ornamentierung ist inspiriert von Kulturen, überwiegend Indonesiens und Westafrikas, in denen Menschen und Tiere noch enger und selbstverständlicher zusammen leben und die Achtung gegenüber den Tieren und der gesamten Natur in den ländlichen Gebieten noch immer das Alltagsleben prägt.

Im Kontext der Wiedervereinigung ist also zum Einen übergeordnet an das Bewusstsein der Einheit von Mensch und Natur zu denken, denn tatsächlich sind auch wir Natur.

Zum Anderen thematisieren die vier Trommeln verschlüsselt in Farbigkeit und Muster Phasen der politischen Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Ein Motiv zeigt zwei noch unverbundene Systeme, ein anderes das dichte aufeinander
zu Bewegen, ein drittes die mehrfach reproduzierten Konturen zweier Gesichter im Profil, die sich bereits kurz vor dem Kuss berühren, ein viertes schließlich die heutige multikulturelle Durchmischung eines Systems.

Die Trommeln gehört zu einem Band von Maistrommeln entlang des Barbarossaweges, das Ensemble ist somit ein Serienwerk. Auch am X3 wurde ein solches Band, jedoch mit von der Klassischen Moderne inspirierten Malereien, begonnen.

Natürlich sollten sich nur im ganz harten Winter, falls sich die Trommeln öffnen, auch Wanderer aufgefordert fühlen, zur Fütterung der Wildtiere beizutragen.